Titelbild der Webseite New Brunswick

    New Brunswick, im Osten Kanadas

Nachdem wir vom Bundesstaat Maine (USA) kommend in Calais die Grenze nach Kanada überschritten
hatten erfolgte die Suche nach einem Campground. Der von uns angesteuerte wurde am gleichen
Abend geschlossen. Prima!
Wir fuhren zurück nach Calais und fanden bald einen anderen der bis Ende Oktober in Betrieb ist.


Camper auf grünem Rasen
Wir und ein weiterer Camper waren die einzigen Übernachtungsgäste auf diesem Campground.

  
       Cranberrie-Ernte

 Am nächsten Morgen sehen wir nach einigen Kilometern Fahrt einige Männer in einem grossen Wasserbecken stehen
 und mit roten  Latten hantieren. Wir halten an und es stellt sich heraus, dass wir Farmer bei ihrer Cranberrie-Ernte
 entdeckt haben.
 Da wir diese Art einer Beerenernte nicht kannten fragen wir und dürfen die Arbeiten mit der Kamera begleiten.

Cranberrys in einer Box
Jede Menge Cranberries.
Abgeerntetes Cranberry Feld
In diesen abgesenkten Feldern wachsen die Berries wie Heidelbeeren heran. Nach dem abkämmen der Pflanzen werden die Becken geflutet und die Berries schwimmen an die Oberfläche wo sie einfach aufgesammelt werden können.

 Ähnlich einer Oelsperre werden die auf der Wasseroberfläche schwimmenden Berries zusammen-geschoben und als “roter Teppich”
 auf 20-30 cm verdichtet.

Farmer mit Metallrahmen zum eingrenzen der Cranberrys

Cranberrys im Wasser zu einem Kreis verdichtet

Alles voll mit den Berrys

Verdichtete Berrys am Rand des Wasserbeckens

Cranberrys werden aus dem Wasserbecken gesaugt
Wenn die Beerenmasse zusammengeschoben ist bringt . . .
. . . eine vom Traktor angetriebene Pumpe die Ernte an Land.
Cranberrys durchlaufen eine Waschanlage
Wenn die Beerenmasse genügend verdichtet ist erfolgt das abpumpen über dicke Rohre zu einer Waschanlage wo Blätter und andere Rückstände entfernt werden.
In Holzkisten stehen die Crannberrys zum Abtransport bereit
Nach der letzten Reinigung landen die Granberries im Container fertig zum Abtransport in eine weiterverarbeitende Fabrik.

          Saint John

 Saint John ist als Industrie- und Hafenstadt mit 75.000 Einwohnern New Brunswicks grösstes Ballungszentrum.
 In einem Wohngebiet  finden wir eine Lücke wo wir unseren RV parken können.
 Zu Fuss geht es auf Erkundungstour die uns durch einen kleinen Park zu Zentrum und Visitor Center führt.

  • Kleine Parkanlage in Saint John
  • Modernes Bürohaus
  • Backsteingebäude als Bürohaus
  • Rotes Firmengebäude aus Backsteinen

 Nach Besuch des Visitor Centers in Downtown bummeln wir durch die Strassen und entdecken viele alte Steinhäuser.
 Sie verfügen über sehr schöne Türen was den Photographer sofort in Aufnahmestellung bringt.

Backsteinfassade aus der Nähe gesehen
Besucher sitzen an einer Siegessäule
Nahe dem Visitor Center und am Market Square gelegene Säule mit Sitzbank.
Hölzerne und echte Reisende an der Säule
Auch nichthölzerne Zeitgenossen fühlen sich hier wohl.
Eine Südseeschönheit vor dem Reisebüro
"Sie" wollte nicht mit mir gehen :-(
Grüne Haustür
Schöne alte Haustüre.
Treppe zur Hauseingangstür
Bei einem Grossbrand in 1877 wurden 1600 Holzhäuser vernichtet. Im Anschluss daran entstanden im Zentrum schöne Backsteinhäuser im viktorianischen Stil. Einige davon wollen wir uns jetzt anschauen.
  • Alte Steinkirche in Saint John
  • Eingangstür zur Kirche im Detail

Unser Besuch in Saint John artete letztlich in eine Häuser und Türen Besichtigungstour aus was man leicht an den Bildern erkennen kann.

  • Haustüre und Eingangsbereich in weiss
  • Haustüre in rot mit Bogen darüber
Backsteinhäuser im viktorianischen Stil
Nach einem Grossbrand von 1877 wurden viele Häuser im viktorianischen Stil aus Backsteinen neu aufgebaut.
Nach Grossbrand wurden Steinhäuser errichtet

Als Blütezeit der City gilt der Zeitraum des  Segelschiffbaus.
Die darauf folgende Ära der Dampfschiffahrt beendete diesen Wirtschaftsboom.

  • Hauseingang im viktorianischem Stil
  • Zurückgesetzter Hauseingang an einem Steinhaus

Aus Sicht des Fotografen ist Saint John auf jeden Fall einen Besuch wert, auch wenn es nur für ein paar Stunden ist.


  St. Martins, ein Abend am Atlantik

  • Covered Holzbrücke in St. Martin
  • Fisherhafen mit Booten

 St. Martins ist eine kleine Ortschaft direkt am Atlantik gelegen.  Da wir die einzigen Gäste an diesem Nachmittag sind
 können wir uns einen von mehreren Campgrounds aussuchen.

Einziger Camper auf dem Campground in St. Martin




Diesen hier, den Century Farm Family
Campground, wählen wir aus und stehen
in Strandnähe und sogar mit Stromanschluss für den Laptop.

In einiger Entfernung, links im Hintergrund,
entdecken wir eine Höhle die direkt am Meer liegt.
Sieht interessant aus und weckt unsere
Aufmerksamkeit.

Dies wollen wir uns am Abend genauer ansehen.

  • Blick bei Low Tide zu einer Höhle
  • Näher an die Höhle herangekommen

 Mit dem Camper sind wir über die Covered Bridge (Holzbrücke oben links auf dem ersten Bild) und am kleinen Hafen vorbei in wenigen
 Minuten an der richtigen Stelle. Da gerade Low Tide (Ebbe) herrscht können wir trockenen Fusses bis an die Wand der zuvor
 vom Campground aus entdeckten Höhle herankommen. Aus der Nähe sieht sie schon weniger gewaltig aus.
 Wir machen einige Bilder auch von der Umgebung und begeben uns wieder auf unsere Campsite zurück.

Höhle ist wegen High Tide jetzt nicht mehr erreichbar
Etwa eine Stunde später hat der Ozean schon wieder Besitz von unserem Ausflugsort bei der Höhlenwand genommen. 20 Feet, (6,60 m), hoch soll die Tide (Flut) hier werden sagt uns der Campgroundbesitzer.
St. Martin, Sunset am Atlantic Ocean
Bei einer Flasche Chadonney geniessen wir den Sonnenuntergang am Atlantik.

   
        Hopewell Rocks, zeitweise unter Wasser

 Durch den Fundy National Park gelangen wir zu den Hopewell Rocks.
 Viel Zeit konnten wir im Fundy NP nicht verbringen da die Low Tide bei den Hopewell Rocks um 3:42 Uhr erfolgen soll.
 Bis dahin wollten wir dort sein  um auf Atlantikniveau absteigen zu können.

 Der Strassenzustand ist sehr schlecht, wir kommen dennoch rechtzeitig bei den Rocks an. Leider ist aber schon
 “End of Season” und alles geschlossen. Auf eigene Gefahr, so steht es auf Schildern, gelangen wir trotzdem hinab
 auf Meereshöhe. Zuvor beobachten wir aber noch was die Tide (Flut) gerade macht.
 Wir erkennen ablaufendes Wasser und so kann einer Erkundung am “Strand” nichts im Wege stehen.

  • Flowerpot Rocks am Cape Hopewell
  • Bei Low Tide in der Bay of Fundy

 Von oben schauen sie klein und niedlich aus die Flowerpot Rocks am Hopewell Cape.  Ihre Pilzform, unten mehr
 erodiert als oben, entsteht durch intensivere Bewegungen bei längerer Einwirkungszeit im Tiefwasser als im oberen
 Bereich der Flut.

Felsdurchblick beim Wattspaziergang
In manchen Bereichen ist es sehr schön beim Watt-Spaziergang auf Meereshöhe. Allerdings sollte man den Wasserspiegel im Auge behalten, soll doch die Flut sehr schnell und mit grosser Gewalt hier auflaufen.
  • Am Küstenstreifen den wir erwandern stehen kleine Felstürme
  • Trockenliegende Bucht mit Felsen im Hintergrund

Auf allen Bildern bewegen wir uns mehrere Meter unter dem normalen Wasserspiegel der bei High Tide hier gilt.

Arch in einer Felswand mit Blick zum Atlantic
Ein Grössenvergleich am “Strand”.
Frau steht an algenbehängter Felswand
Bei High Tide würde "Sie" komplett unter Wasser stehen.
An Felsgebilden am Strand sind die High Tide Wasserstände erkennbar
Felsgebilde im Strandbereich woran deutlich die High Tide Wasserstände zu erkennen sind.
Grössenvergleich zwischen Felsturm und Frau auf einem kleinen Felsen
Einzelner Felsturm in Strandnähe








Auf unserer Wanderung kommen wir durch
mehrere Felsentunnel bis zu einem Notfall
Point wo eine hochgelegene Plattform die
letzte Rettung ermöglicht, sollte man von
der Flut überrascht werden.

Dort soll man dann die Stunden bis zur nächsten
Low Tide verbringen. Wäre bestimmt besser als
zu schwimmen.

Wir schaffen es aber bei langsam steigendem
Wasser locker wieder zurück zum Einstiegsort.

Die Flowerpot Rock mit Besuchern davor von oben gesehen
Ein letzter Blick, wieder mit Grössenvergleich, hinab zu den Flowerpot Rocks.
Flowerpot Rocks stehen bei High Tide unter Wasser





Am nächsten Morgen sieht das ganze
so aus.

Bei High Tide ist mit Watt-Wandern nichts drin.
Also müssen wir oben bleiben.
Über einige Treppen steigen wir aber doch bis zur Wasserlinie hinab.

Gestern hat alles viel schöner ausgesehen.

Der unterschied zwischen
High- und Low Tide soll hier unter normalen Verhältnissen 7-8 m
betragen.

Unter extremen Bedingungen sollen
auch bis zu 16 m erreicht werden.

Geflutete Flowerpot Rocks bei High Tide
Unterhalb der Wasserlinie sind wir gestern bei Low Tide umhergelaufen.
Felsnase mit dem "Face of the old Men"
Links im Bild das “Face of the old Men”. Dort unten standen wir gestern um 17 Uhr bei Low Tide auf trockenem Meeresgrund.
Vom Indian Summer gefärbter Baum
Baum im Indian Summer Rausch.
Baumreihe in Herbstfarben an einem Friedhof
In der Hoffnung auf Nova Scotia, unserem nächsten Reiseziel, auch noch den Indian Summer anzutreffen lassen wir ihn in New Brunswick zurück.

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